Trager Behandlungen

 


Die Trager Behandlung


Eine Trager Behandlung beinhaltet im Wesentlichen zwei Aspekte.

 

Bei der Tischarbeit kann die Klientin oder der Klient, bequem bekleidet, im Liegen den eigenen Bewegungsspielraum auf angenehme, passive Weise erfahren. Aufmerksam und konzentriert lauscht die Praktikerin den Antworten des Körpers und vermittelt ihm durch sanftes Schaukeln, Pressen, Wiegen und Dehnen das Gefühl von Ganzheit und Freiheit (Psychophysische Integration). Die Klientin oder der Klienten wird eingeladen,
dieses Gefühl von freier Beweglichkeit im Gedächtnis dauerhaft zu verankern, damit es später im Alltag wieder erinnert werden kann.

Eine Behandlung umfasst je nach Bedarf den ganzen Körper oder richtet sich intensiv an einzelne Körperteile. Dank den rhythmischen Bewegungen wird auch dabei immer der Mensch als Ganzes angesprochen.


Mentastics, der aktive Teil des Trager Ansatzes, stützt die Selbstverantwortlichkeit der Klientin oder des Klienten. Mentastics setzt sich zusammen aus den englischen Begriffen Mental und Gymnastics. Mentastics sind bewusst gefühlte Bewegungsabläufe zur Einstimmung auf die Tischarbeit und/oder zur Vertiefung dessen, was bei der Tischarbeit initiiert wurde. Es werden alle Bewegungen einfach und mühelos ausgeführt, sie geschehen einfach. Die Fragen "Was kann freier sein", "Was kann leichter sein?", ".. und was noch leichter?" lenken unsere Bewegungen. Je tiefer wir empfinden und mit dem Gewicht unserer verschiedenen Körperteile spielen, desto ruhiger wird unser Geist.


Bei der Trager Behandlung geht es nicht um eine Technik oder um einen bestimmten Ablauf der Behandlung. Es gibt keine ergebnisorientierte, vom Vorurteil bestimmte Bewegung, sondern die Praktikerin ist offen für das, was geschieht. Sie verändert nicht das Gewebe mit ihren Händen, sondern benutzt ihre Hände, um eine Gefühlsqualität zu vermitteln. Und damit lockt sie eine Antwort im Gewebe des Klienten hervor.

Es ist nur verständlich, dass die Trager Methode ausschliesslich im schmerzfreien Bereich arbeitet. Sie will ja ein Gefühl von angenehmer Leichtigkeit und Mühelosigkeit vermitteln. Wenn die Praktikerin Verspannung spürt, reagiert sie darauf mit mehr Weichheit, Sanftheit und Leichtigkeit.